Maria, das Heil Afrikas

Vortrag gehalten von Gräfin Maria Theresia Ledόchowska in Einsiedeln

bis 21. August 1906 [1]

Liebe Marienfreunde

„Gegrüsst seist Du, Jungfrau der Jungfrauen“ beten wir gläubig im Stundengebet (Brevier) zu Ehren der Unbefleckten Empfängnis der seligsten Jungfrau Maria. Ja, Königin des Weltalls, Lob und Preis bekunden Dir die Töchter und Söhne der katholischen Kirche im Morgen- und Abendland. Zu Dir rufen vertrauend die Rothäutigen im Norden Amerikas und die Japanesen und Chinesen im äussersten Orient. Aber wie sieht es mit Deiner Führung im Herzen des Afrikaner aus, in dem Satan bis vor Kurzem führend war? Erweisest Du Dich als Stütze auch dort, wo Dunkelheit aufsteigt? Nein, wir zweifeln nicht. Du vermagst, o Maria, der höllischen Schlange den Kopf zu zertreten und alle Bosheit in den Herzen der Weissen wie den Schwarzen zu zerschlagen. Vielleicht nirgends wie in Afrika tritt diese geheimnisvolle Macht Mariens überzeugender hervor. Und wie bewunderungswürdig erscheint sie dort als Königin. Wunderbarer Kontrast, denn dort, wo die Frau am tiefsten verwundet und in den Augen des Mannes zum Lasttier geworden ist, da steht die Jungfrau auf „schön wie der Mond, auserwählt wie die Sonne“ (vgl. Hohelied, 6,10). Vom Glanz ihrer Strahlen fliehen die finstern Mächte der Barbarei und des Heidentums. Gleichsam durch ein höheres Gesetz gezwungen, blickt der Afrikaner, noch ehe er die ersten Kenntnisse unserer Religion erfasst hat, hilfesuchend zu Maria auf. Die Liebe zu ihr, so erzählen uns die katholischen Missionare, ergreift ihn. Sie ist ihm zum wahren Herzensverlangen geworden. Sobald der Heide das heilige Kreuzzeichen versteht, schleudert er seine Amulette von sich und erbittet eine Medaille der Mutter Gottes. Hat eine Heidin das Ave Maria gelernt, legt sie ihre Perlenschnur und die Elfenbeinarmbänder ab, denn das Zeichen Marias soll ihr einziger Schmuck sein. Sie hüten mit Ehrfurcht ihre Rosenkränze und Medaillen und wappnen sich als Katechumene mit dem Bild der Himmelskönigin, die alle Irrlehren vernichtet.
 
Die Andacht zur seligsten Jungfrau Maria nimmt mit dem Näherrücken des Tauftages zu. Der tägliche Weg der Katechumenen zur Kapelle von der Unbefleckten Jungfrau Maria geschieht unter Gesang und Gebeten, die sie eben gelernt haben. Im stürmischen Laufschritt oder in langsamen Gruppen kommen sie zur Kapelle und werfen sich auf die Knie. Die Katechumenen dürfen das Innere nicht betreten, sie beginnen aber gleich mit dem Vaterunser und Ave Maria, um der Himmelskönigin ihre Anliegen vorzutragen. Ja, sie schreien laut und begeistert zum Himmel, was für europäische Ohren unerträglich erscheint, für Maria aber liebliche Musik und unwiderstehliche Bitte bedeutet. Die Hochschätzung des Taufbewerbers für die Marienmedaille überträgt der Neugetaufte auf den Rosenkranz. Im Hinblick auf die bevorstehende Taufe sammelt der Katechumene Beeren eines Waldstrauches, die er mit zähen Schilffasern zu einem Rosenkranz verbindet. Nach dem das heilige Wasser über seine Stirne geflossen ist, noch bevor er die Kirche verlassen hat, hängt er sich den Rosenkranz um den Hals und trägt ihn nun als Ehrenkette. Vom ersten Minister bis zum letzten Sklaven tragen ihn alle mit dem gleichen Stolz wie der Soldat seine Auszeichnung. Ein Missionar von den Weissen Vätern Lavigeries schreibt: „Unter unseren 1500 Christen wüsste ich nicht einen einzigen, der nicht seinen Rosenkranz betet. Ein neugetaufter Afrikaner sagte ihm einmal: „Pater, seit Deinem letzten Besuch vergass ich zweimal den Rosenkranz zu beten, doch fiel es mir nachts ein, und ich stand auf, um das Versäumte nachzuholen.“ Das rasche Fortschreiten des katholischen Missionswerkes in Afrika ist sicher nicht wenig dem eifrigen Rosenkranzgebet der Afrikaner zu verdanken. Begreiflich, dass es den Missionaren bei solcher Begeisterung ständig an Rosenkränzen mangelt, obschon jährlich Tausende nach Afrika gehen. Der Einheimische, dem es gelingt, sich einen echten Rosenkranz aus Europa zu verschaffen, fühlt sich vom Glück getragen. Liesse man ihm die Wahl zwischen einem neuen Kleid und einem grossen starken Rosenkranz, so wählte er das Letztere, selbst auf Kosten zerlumpter Kleider.

Marienfeste und die Monate Mai und Oktober lösen immer ein neues Aufflammen von Liebe und Verehrung zur Himmelskönigin aus. Da erhalten auch die Missionare eine reiche Seelenernte. Von der Goldküste, von Dahomé, vom Niger, von allen Seiten kommen Berichte über die ergreifenden Feierlichkeiten zu Ehren Mariens, besonders am Fest ihrer Unbefleckten Empfängnis. Die Missionare sind überzeugt, dass die Europäer sie darum beneiden können. Schon für die neuntägige Andacht als Vorbereitung und während der Festlichkeit selbst sind die Kirchen zu klein für die grosse Gebetsschar. Die Gestaltung der abendlichen Andachten bei farbigem Licht ist den Eingeborenen überlassen. Zu diesem Zweck füllen sie eine grosse Menge Bananen, deren mehrere Meter hoher Stamm zart ist wie ein Porreestengel. Sie stecken sie an geeigneten Orten in die Erde. Dann schneiden sie Papayas, eine Art Melone, in zwei Teile, entfernen das Mark, füllen sie mit Palmöl, fügen einen Docht ein, befestigen das Ding auf dem Bananenstengel. Dazu steht ein Lampion eigenster Art bereit. Wenn dem Europäer zum ersten Mal eine solche Illumination begegnet, ist er erstaunt, und der Missionar tief beglückt. Die reife Papaya ist bekanntlich eine sehr geschätzte Frucht. Jeder Bananenstamm bedeutet zudem ein Opfer von 1 Frank, was für die Afrikaner ein nicht unbedeutendes Kapital ist. Man begreift, wie sehr die Marienverehrung die von Natur aus nicht gerade grossmütigen Afrikaner opferfreudig stimmt.

Für Maria ersparen sie sich selbst das Notwendigste. Ein Missionar aus Uganda schreibt: Schenkst du dem ärmsten Kind eine schöne Kauri-Muschel [2], die bekanntlich dort als Geld angeboten wird, kannst du sicher sein, sie noch am gleichen Abend als Opfergabe auf dem Altar der seligsten Jungfrau zu finden.“ Der Missionar weiter: „Dies ist von Hunderten nur eine Tatsache, um die Grossmut der christlichen Afrikaner gegenüber Maria zu beweisen.“ Beim Beschaffen der Kosten für eine Kapelle aus Ziegeln fand ich im Opferstock 40’000 Kauris, eine beachtenswerte Summe angesichts der Armut der Afrikaner. Diese Neubekehrten geben öfter noch mehr, als nur ihre Kauris. Die Liebe zu Gott und der seligsten Jungfrau hatte erst vor wenigen Jahren in Nyanza Wurzeln geschlagen, als dort die Christenverfolgung durch die Moslems ausbrach. „Wir sind Christen“, bekannten die Neugetauften dem grausamen Mwanga, „wir sind bereit, dir in allem zu dienen, was nicht gegen Gottes Gebot ist, aber du wirst uns durch keine Marter vom Glauben an Gott und von der Liebe zu seiner heiligen Mutter abhalten.“ Und in der Tat, ihr Glaube hielt den lockenden Versprechungen, den Drohungen, ja selbst den grausamen Qualen stand; in den Flammen des Scheiterhaufens empfingen diese heldenmütigen Bekenner die Palme des Martyriums. Ein Beispiel für die glaubensarme christliche Welt.

Wohl nicht überall bietet sich Gelegenheit zum Martyrium, aber immer wieder stellen die Missionare fest, dass die Marienverehrung das ganze Leben der Kinder und Erwachsenen durchdringt und vervollkommnet. Bei Gefahr eilt ihr erster Gedanke zu Maria wie das Kind zur Mutter. Ziehen die Männer in den Krieg, drängen sich Frauen und Kinder in die Kapelle, andauernd den Rosenkranz betend, um Mariens Schutz für die Kämpfenden zu erflehen. Der Katechist, der dem Missionar den Weg bahnt, legt seine Arbeit in die Hände Mariens, damit sie die Herzen seiner Zuhörer rühre. Jeder Erfolg, jede Freude, jedes Glück, das sie erfahren, verdanken sie Maria. Ja, Mariens Bild selbst ist in ihr Herz geschrieben. Ganze Landstriche Afrikas wurden daher in Anerkennung der Macht und Hilfe Marias von Missionaren ihr geweiht. Durch feierliche Akte wurde sie als Königin und Führerin ausgerufen. Am Gnadenort Unserer Lieben Frau von La Salette (Frankreich) hat Msgr. Comboni [3], der Apostel in Zentralamerika, dort im Jahr 1868 die Völker Maria geweiht. Anwesend waren der Erzbischof von Chaldäa, der Apostolische Legat beider Sizilien, die Missionsoberen von La Salette und andere Priester und Laien. Elf Jahre später nahmen die Weissen Väter Lavigeries auf afrikanischem Boden die Weihe an Maria vor. Als sie 1879 im Auftrag Leo XIII. nach Zentralafrika in das Land der Baganda zogen, hatten sie enorme Schwierigkeiten seitens der Sklavenhändler und der protestantischen Pastoren zu bewältigen. Alle ihre Bemühungen und die Bekehrung der Bagandas zum katholischen Glauben schienen erfolglos. Da erinnerten sie sich der Abschiedsworte ihres Stifters, des Kardinals Lavigerie: „In allen euren Nöten ruft den Schutz der Unbefleckten Jungfrau Maria an. Sie macht jede Irrlehre und alles Böse zuschanden.“ So beschlossen die Patres, die junge, so bedrängte Mission unter den besonderen Schutz Mariens zu stellen. Den feierlichen Weiheakt, den der Obere nach der heiligen Messe mit kräftiger Stimme verkündete, bezeugten alle Missionare durch ihre Unterschrift, die sie unter der Statue der Unbefleckten Jungfrau Maria hinterlegten. Im Jahr 1891 wurde auch der Kongostaat unter das spezielle Patronat der Unbefleckten Jungfrau Maria durch ein römisches Breve gestellt und das Fest Maria Himmelfahrt als Patroziniumsfest angeordnet. Der König von Belgien [4] hat anlässlich dieses Erlasses dem Papst für seine Fürsorge gedankt und versprochen, auch seinerseits die katholischen Missionen und Marienverehrung am Kongo nach Möglichkeit zu fördern.

Mit besonderer Genehmigung des Papstes wurde den Afrikanern Zentralafrikas gestattet, in der Laurentanischen Litanei nach der Bitte „Königin des heiligen Rosenkranzes“ die Anrufung beizufügen: „Ja sultanat el sudân, salli leadjelena“ – Königin des Sudans, bitte für uns!

„Ja Maria, Königin des Weltalls und Königin der Afrikaner, bitte für uns, bitte für die armen Afrikaner, damit sie alle bald Dich als Königin verehren und durch Dich Deinen Sohn, dem allein Ehre, Lob und Preis gebührt in Ewigkeit. Bitte doch auch für jene armen Einheimischen, die Dich noch nicht kennen und die man unter dem Vorwand, ihnen das wahre Evangelium zu bringen, in allen Teilen Afrikas für eine Lehre zu gewinnen sucht, die Deiner Würde nicht entspricht. Bitte für die Missionare und Missionsschwestern, die im Vertrauen und Liebe zu Dir dort hinziehen. Segne ihre Arbeiten und Mühen! Königin Afrikas, bitte auch für uns. Öffne die Augen Deiner Verehrer in den europäischen Ländern und lass sie erkennen, welche Freude sie Deinem Mutterherzen bereiten durch ihre Mitarbeit am Missionswerk. Lass sie verstehen, dass die Liebe zu Dir sie zu solcher Unterstützung drängen soll, weil nur jener Glaube der höllischen Schlange den Kopf zertreten kann, der Dich als Mittlerin zwischen der gefallenen Menschheit anerkennen.“

Ein wahrer Marienverehrer darf nicht fragen: Es drängt ja nicht, was geht mich die Bekehrung der Afrikaner an? Marienkind, auch dir ist die Bekehrung Afrikas anvertraut. An deinem Einsatz liegt es, dass Maria als Königin in Afrika gütig vorsteht, oder ob diese aus dem Reich ihrer Liebe ausgeschlossen bleiben.
 
Es besteht nun ein junges Werk, das sich, im Anschluss an seine älteren Schwestern, – die Missionsvereine zur Verbreitung des Glaubens in allen Heidenländern, – ganz besonders an der Ausbreitung der Marienverehrung im afrikanischen Erdteil beteiligt und sich über die erzielten Erfolge freuen kann. Seit dem Jahr 1894 bis heute hat es fünfzehn zu Ehren Mariens errichteter Kirchen und Kapellen mit sehr namhaften Summen beigetragen. Wir heben bloss hervor: Die Kirche der Unbefleckten Jungfrau Marias zu Assuan (Oberägypten) im Missionsgebiet der Söhne des hlst. Herzens, die Kirche der Maria Immakulata in Quiddah der Lyoner Missionsgesellschaft, die St. Maria-Kirche der Benediktinerinnen zu Dar-es-Salaam (Tansania), die Kapelle der Schwestern von Notre Dame de Naumur in Kisantu (DR Kongo), die im Bau begriffene Kirche der Maria Immakulata in Ikassa (Rep. Gabon) im Missionsgebiet der Pallotiner u.a. mehr. Hunderte von Afrikanern wurden durch die Liebesgaben dieses Werkes aus den Ketten der Sklavenhändler befreit und den Missionaren übergeben. Sie wurden auf den Namen Maria getauft. 60 grössere Statuen der Madonna fanden Dank dieses Werkes den Weg nach Afrika und beleben dort die zärtliche Liebe der Einheimischen zu Maria. Etwa 20’000 Skapuliere und um 50’000 Rosenkränze erhielten die Missionare durch Vermittlung dieses Werkes. So gingen die andauernden Bitten der Neugetauften in Erfüllung. Da Geld ein wichtiges Mittel ist, dem Christentum den Weg zu ebnen, hat dieses Werk sich in erster Linie bemüht, mit dieser Hilfsquelle – zur Ehre Gottes und Mariens – die katholischen Missionen zu fördern. Seit seinem Entstehen bis heute konnte dieses Werk Dank der Hilfe Gottes über eine Million Franken an die verschiedensten katholischen Missionen Afrikas verteilen; in diesem Jahr bereits rund 120 Tausend Franken.

Und wie heisst dieses Werk, diese helle Hand fürs dunkle Land, wie es kürzlich ein afrikanischer Dichter genial ausdrückte? Es ist die Sodalität des hl. Petrus Claver. Diese vom Hl. Stuhl bereits approbierte Gesellschaft ist unmittelbar der Kongregation der Propaganda Fide in Rom unterstellt, wo sie auch ihr Zentralhaus besitzt. Zudem bestehen Filialen des Werkes in Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien und auch hier in der Schweiz (Zug, Solothurn, Luzern, St.Gallen). Das Ziel dieser Hilfsgemeinschaft für die afrikanischen Missionen ist, allen Missionen des schwarzen Kontinents je nach ihren besonderen Bedürfnissen zu helfen. Sie bemüht sich, das Interesse für diese zu wecken, um ihnen materielle Hilfe, Gebete und Berufe zuzuwenden. Schwerpunkt der Sodalität ist eine Werbung in Wort und Schrift. Sie veranstaltet Vorträge, Versammlungen, veröffentlicht Zeitschriften zu günstigen Preisen, so da „Echo aus Afrika“, erhältlich bereits in 6 Sprachen mit einer Auflage von 40’000 Exemplaren, sowie die „Kleine Afrika-Bibliothek“. Ein weibliches religiöses Institut von Mitgliedern, die sich Sodalinnen des hl. Petrus Claver nennen, bildet die Grundlage dieser religiösen Vereinigung. Seine Konstitutionen wurden bereits in Rom „ad modum experimenti“ gutgeheissen. Diese Hilfsmissionarinnen für Afrika weihen ihr opfervolles Leben ganz der Rettung der Afrikaner. Sie ziehen nicht nach Afrika wie die Missionsschwestern, sondern sie arbeiten von Europa aus Hand in Hand mit ihnen. Sie kümmern sich um die Bedürfnisse der Priester und Missionare im Stillen und in der Verborgenheit nach dem Beispiel Mariens. Die Sodalinnen werden in ihrer Tätigkeit unterstützt durch Externe Mitglieder, Förderinnen und Förderer. [5]

Der Hl. Vater, Pius X. zeichnete vor zwei Jahren die Sodalität durch ein eindrückliches Breve aus, in dem er den hl. Petrus Claver als ihren Patron bestätigte und ihr Maria, die Mutter vom Guten Rat, zur Beschützerin gab. Dadurch sind alle Mitglieder der Sodalität im Besonderen Kinder Mariens geworden. Der Hl. Vater hofft, wie er sich selbst in dem genannten Breve ausdrückt, dass Maria vom Guten Rat die Arbeiten der Sodalinnen mit Wohlwollen und guten Ratschlägen begleitet, sowie ihre Werke zum Besten und zum Gedeihen der Missionen in Afrika lenken wird. Möge Maria selbst Sie alle zur Förderung der Marienverehrung in Afrika und zur Mithilfe bei der St.-Petrus-Claver-Sodalität animieren. Die Missionare ringen auf dem Feld Afrikas im Kampf gegen Satan und halten das Banner Mariens hoch, und mit ihnen auch alle Marienverehrer. So ertönt von einem Ende Afrikas bis zum andern der Ruf: „Königin Afrikas, sei gegrüsst!“ Wie vielen Hindernissen begegnen die Glaubensboten! Wie viele Afrikaner kennen Maria noch nicht! Sie allein hat die Macht, Satans Reich in ihren Herzen auszulöschen. Andere hören von ihr, aber irregeführt, sehen sie in ihr eine gewöhnliche Frau. Sie beleidigen die, die durch ein höheres Gesetz so kindlich und zärtlich zu lieben fähig wären.
 
Katholiken Europas, helfen wir durch unsere Spenden, durch unser Gebet und durch persönliche Hingabe mit, Mariens Reich in Afrika aufzubauen und zu festigen. Maria wird es uns danken, indem sie uns helfen wird, ihren Sohn einst zu schauen und ewig seine Anschauung zu geniessen.

Maria Theresia Ledόchowska



[1] Der Text wurde von der Redaktion in Zug im März 2009 ins heutige Deutsch überarbeitet.

[2] Kauri = im indischen Ozean vorkommende kleine Schnecke mit porzellanartigem Gehäuse; früher als Geld oder Schmuck verwendet.

[3] Daniel Comboni, geb. 1831 in Limone sul Garda (Italien), gest. 1881 in Khartum in Sudan. Priester und Ordensgründer der Comboni Missionare (MCCJ), wovon heute rund 3’500 Ordensleute und Mitglieder des 2003 Säkularinstituts in 40 Ländern in Afrika und Mittelamerika arbeiten. Comboni wurde 1996 selig und heiliggesprochen.

[4] Leopold II., König von Belgien (1865-1909).

[5] Druckschriften darüber sind kostenlos zu beziehen in unserer Filiale in Zug, St. Oswaldsgasse 15.